Leistungsspektrum

Für die Diagnostik und Therapie Ihrer urologischen Erkrankung steht ein umfangreiches Spektrum an modernen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zur Verfügung

Diagnostik urologischer Erkrankungen im Erwachsenen- u. Kindesalter

  1. Sonographie, Farbduplexsonographie
  2. Transrektale Ultraschalldiagnostik der Prostata, ultraschallgestütze interventionelle diagnostische Verfahren
  3. Digitales Röntgen
  4. Uroflowmetrie
  5. Computerassistierte Urodynamik und Videourodynamik
  6. Videoendoskopisches Instrumentarium zur Untersuchung von Harnröhre, Harnblase, Harnleiter und Niere
  7. Photodynamische Diagnostik von Harnblasentumoren
  8. Computertomographie, Kernspintomographie, invasive Röntgendiagnostik einschließlich DSA in Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie Prof. Dr. med. habil. Thomas Kittner)
  9. Nuklearmedizinische Diagnostik in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftspraxis für Nuklearmedizin (Dr. med. M. Fuchs/Dr. med. C. Tanner)

Invasive diagnostische Verfahren werden, falls notwendig, von der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin (Chefarzt Dr. med. A. Nowak) begleitet.

 

LASER

Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung

  1. Standardmethode - TUR-P - Elektroresektion ("Aushobelung"), auch als spezielles
  2. Verfahren für Patienten mit Herzschrittmacher (bipolare Resektion)
  3. TUL-P - Laserresektion (REVOLIX®)
  4. in seltenen Fällen offene Operation


Therapie von Nieren- und Harnleitersteinen

  1. ESWL -Zertrümmerung von Harnsteinen in der Niere und im oberen Harnleiter von
  2. außen
  3. URS - Harnleiterspiegelung mit starrem oder flexiblem Gerät zur Entfernung von
  4. Steinen aus dem Harnleiter oder aus der Niere, zusätzlich auch Möglichkeit der
  5. Zertrümmerung mittels Laser
  6. Mini-PNL - Zertrümmerung und Entfernung von Steinen aus der Niere durch einen
  7. Punktionskanal von außen
  8. in seltenen Fällen offene Operation

Therapie von Harnblasentumoren

  1. TUR-B - Elektroresektion des Tumors durch die Harnröhre, auch als spezielles Verfahren, bei dem ein vor der Operation eingebrachtes Medikament den Tumor rot "leuchten" lässt
  2. bei fortgeschrittenen Tumoren ausgedehnte Operationen mit Entfernung der Harnblase und Schaffung einer Harnableitung sämtliche Verfahren der Harnableitung: Ileumconduit, Neoblase, Pouch
  3. für Patienten, die für eine ausgedehnte Operation nicht geeignet sind oder diese nicht wünschen: Chemotherapie oder die Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie (in Zusammenarbeit mit der Praxis/Abteilung für Strahlentherapie  Dr. med. A. Schreiber).

Therapie des Prostatakarzinoms

  1. Radikale Prostatektomie - Standardverfahren: laparoskopische Operation ("Schlüssellochchirurgie"), selten über einen Unterbauchschnitt (retropubisch) oder Schnitt am Damm (perineal)
  2. Brachytherapie - ultraschallgestütztes Einsetzen "strahlender Stifte" in die
  3. Prostata als invasive Methode der Strahlentherapie (in Zusammenarbeit mit der
  4. Praxis/Abteilung für Strahlentherapie - Dr. med. A. Schreiber und der Praxis
  5. Dres. Kahmann/Henkel, Berlin)
  6. HIFU - Zerstörung des Prostatagewebes mittels hochfokussiertem Ultraschall
  7. medikamentöse Tumortherapie

Die Abstimmung über die Therapieverfahren bei Patienten mit Prostatakarzinom erfolgt in der interdisziplinären Tumorkonferenz des Prostatakarzinomzentrums.

Behandlung von Nierentumoren

Die operative Therapie von Nierentumoren kann offen-chirurgisch (über einen Flanken- oder Bauchschnitt) oder laparoskopisch ("Schlüssellochchirurgie") durchgeführt werden.

Je nach Lage und Größe des Befundes ist die Operation

Organerhaltend: operative Entfernung des Tumors und Erhalt der Niere
Radikal: Entfernung der gesamten tumortragenden Niere und des umgebenden Fett- und Lymphgewebes möglich.

Die Entscheidung für die verschiedenen Vorgehensweisen treffen Ihre behandelnden Ärzte leitliniengerecht am individuellen Befund.

Bei fortgeschrittenen oder metastasierten Tumoren oder bei ausgeprägten Nebenerkrankungen ist die medikamentöse und strahlentherapeutische Behandlung möglich.

Hitzebehandlung des Tumors über eine CT-gestützte Punktion (HITT)
(in Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie - Prof. Dr. med. habil. Thomas Kittner)

Behandlung von Hodentumoren

Hodenfreilegung, ggf. Hodenentfernung (nach intraoperativer Schnellschnittuntersuchung) über einen Leistenschnitt, Probeentnahme aus der Gegenseite

In Abhängigkeit vom Tumorstadium Chemotherapie, Strahlentherapie oder operative Lymphknotenentfernung im Anschluss an die operative Entfernung

Bei konsequenter Durchführung der Therapie ist heutzutage die Prognose bei der Mehrzahl der Patienten als sehr günstig zu bezeichnen. Zum Erhalt der Zeugungsfähigkeit (Fertilität) besteht die Möglichkeit vor Beginn von eventuell erbgutbeeinträchtigenden Therapieverfahren (z.B. Chemotherapie) eine Samenspende mit Kryokonservierung in einer hierfür spezialisierten Praxis durchführen zu lassen.

Behandlung von Penistumoren

Chirurgisch, ggf. Lasertherapie
in besonderen Fällen gemeinsam mit einem plastischen Chirurgen

Plastisch rekonstruktive Chirurgie insbes. von Harnleiter und Harnröhre

operative Korrektur von Harnleiterstenosen (Verengungen): offen operativ oder laparoskopisch ("Schlüssellochchirurgie")
Harnleiterersatz mit einem ausgeschalteten Darmstück
endoskopische "Schlitzung" von Harnröhrenengen
bei wiederholtem Auftretenvon Harnröhrenengen: Ersatz der Harnröhrenwand mit Penishaut oder Mundschleimhaut

Therapie der Harninkontinenz

Zur operativen Behandlung der Inkontinenz bieten wir nach entsprechender Diagnostik alle gängigen Operationsmethoden an:

  • TVT/TOB: Implantation eines spannungsfreien Nylonbandes
  • artefizieller Sphinkter: Implantation eines künstlichen Harnröhren-Verschlussmechanismus (AMS 800®)zur Behandlung der Belastungsinkontinenz beim Mann

Mikrochirurgische Samenwegsrekonstruktion bei männlicher Infertilität

  • Vasovasostomie: Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Samenleiter nach freiwilliger Sterilisierung
  • Epididymovasostomie:Schaffung einer Verbindung des Samenleiters mit dem Nebenhodengang nach Entzündungen oder bei angeborenen Verschlüssen

Bei Bedarf können während der Operation gewonnene kältekonservierte Samenzellen aus dem Nebenhoden bzw. dem Hodengewebe zu einem späteren Zeitpunkt von den Reproduktionsmedizinern für die künstliche Eizellbefruchtung (ICSI) genutzt werden.

Operative Behandlung von Erkrankungen des äußeren Genitale

Die Urologische Klinik bietet sämtliche gängigen operativen Therapieverfahren zur Behandlung folgender häufiger Erkrankungen an:

  • Phimose (Vorhautverengung)
  • Meatusstenose/Harnröhrenstenose (Harnröhrenmündungs-/Harnröhrenenge)
  • Fehlbildungen am äußeren Genitale (z.B. Hypospadie: Harnröhrenfehlmündung)
  • Varicocele testis (Krampfader des Hodens)
  • Hydrocele testis (Wasserbruch im Hodensackbereich).